Urlaub in Deutschland
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Neustadt an der Orla

© FMP-works  Florian Müller 

 

Neustadt an der Orla – zwischen Mittelalter und Moderne - Hier trifft man sich!

 

Abseits der großen Touristenstädte, mitten in alter Kulturlandschaft zwischen Saalfeld und Gera liegt Neustadt an der Orla. Mit seinem mittelalterlichen, denkmalgeschützten Stadtkern hat die Stadt auf beschaulichem Raum außergewöhnliche Sehenswürdigkeiten zu bieten. 
Besonders das harmonische Ensemble des geräumigen Marktplatzes mit seinem spätgotischen Rathaus hinterlässt einen bleibenden Eindruck. 


Nicht vorübergehen dürfen BesucherInnen an der Stadtkirche St. Johannis mit ihrem berühmten Altar aus der Werkstatt Lucas Cranach d. Ä.


Im Durchgang vom Markt zum Kirchplatz finden Sie die in Westeuropa einmaligen historisch mittelalterlichen Fleischbänke. Am Kirchplatz kommt man zum kleinen, liebevoll gestalteten Museum für Stadtgeschichte. 


Eines der schönsten Bürgerhäuser am Markt ist das so genannte Lutherhaus, welches seit Oktober 2016 als begehbares Schaudenkmal einlädt. Mit seinem steilen Dach und dem schön gestalteten Erker beherrscht das Gebäude die Ostseite des Marktes. Im Inneren finden sich neben mehreren Bohlenstuben auch spätmittelalterliche Wandmalereien und zahlreiche kunsthistorische und architektonische Besonderheiten. Mehrere Bauphasen hat das vor 1450 errichtete Bauwerk erlebt und führt die Besucher auf einem spannenden Gang durch seine Geschichte. Dabei steht das Haus als Exponat selbst im Fokus der Ausstellung. Ein weiterer Schwerpunkt des begehbaren Baudenkmals ist die Stadt- und Reformationsgeschichte. 

Die Stadtkirche St. Johannis mit dem Neustädter Cranach Altar

Im Herbst 1511 wurde der Altar durch Neustädter Ratsmitglieder auf der Leipziger Messe bei Lucas Cranach d.Ä.  in Auftrag gegeben. 

Der Neustädter Altar war einer der ersten Aufträge, die Cranach von der Bürgerschaft einer Stadt erhielt. Nach nur zwei Jahren trafen drei Fuhrwerke mit der kostbaren Fracht aus Wittenberg ein. Heute ist er der einzige Altar aus der Werkstatt Lucas Cranach des Älteren, der noch unverändert an seinem Platz steht.

 

Die Predella zeigt Christus in Anknüpfung an das Matthäus-Evangelium als den "Weltenrichter". Er thront auf dem Regenbogen, dem Zeichen dafür, dass Gott den Menschen viel lieber vergeben als sie bestrafen will.

Doch damit nicht genug. Im Jahr 1544  erhielt die Stadtkirche St. Johannis eine heute historische Fincke-Orgel. Das heutige Orgelwerk stammt aus dem Jahre 1727. Der Saalfelder Orgelbauer Johann Georg Fincke, dessen Arbeit auch Johann Sebastian Bach zu schätzen wusste, schuf hier im Thüringer Raum eine rege Anzahl Orgeln. Die letzte noch erhaltungswürdige Fincke-Orgel befand sich hier in der Johannis-Kirche. 1993 führte die Orgelbaufirma Schuke die Rekonstruktion durch. 

 

Mit etwas Glück und zeitlichem Geschick können Besucher den Klang der Glocke "Susanna" erhören. Am 16. September 1479 wurde die große Glocke der St. Johanniskirche auf dem Marktplatz gegossen. Ein großer Stern im Pflaster kennzeichnet noch heute die Stelle des Glockengusses. Die große Glocke wurde - so wie damals üblich - beim Guss "getauft" und erhielt den Namen "Susanna".  Für den Glockenguss hatte man 66 Zentner Glockenspeise benötigt und so ist sie heute die zweitgrößte Glocke in Thüringen.

 

Die mittelalterlichen Fleischbänke

 

Vom Kirchplatz gelangt man entlang der historischen Fleischbänke zurück zum Marktplatz. Die "Fleischbänke" sind eine mittelalterliche Ladenstraße der Neustädter Fleischer. Von den ehemals 17 Verkaufslauben, die beiderseits angeordnet waren, sind heute noch 9 erhalten.


Die Anlage wurde zu dem Zweck geschaffen, dass die Fleischer nur hier und unter Aufsicht eines vom Stadtrat beauftragten Fleischaufsehers ihre Produkte verkaufen durften. Heute werden die Verkaufslauben zum Stadtfest und Adventsmarkt für Händler und Handwerker geöffnet.
Der kulturhistorisch wertvolle Gassenbereich aus dem Jahre 1475 ist in Europa einmalig und wurde im Jahre 2002 grundhaft saniert.

Das Museum für Stadtgeschichte Neustadt

 

Wer sich für Karusselbau, historische Landkarten und Stillleben, Portraits, Kleinstudien sowie Landschaftsmalereien begeistert, kommt im Museum für Stadtgeschichte Neustadt ganz auf seine Kosten. 


Das Museum im alten Bürgerhaus am Kirchplatz bietet elf thematisch gestaltete Ausstellungsräume und zeigt spannende Bausteine zur Stadtgeschichte – besonders zum Buchdruck, zur Wiege der deutschen Karusselindustrie  sowie nähere Erläuterungen zum Cranach-Altar in der Stadtkirche St. Johannis. 


Die für Thüringen einmalige Sammlung sächsisch-thüringischer Landkarten des 17. – 19. Jahrhunderts lässt BesucherInnen zudem in eine wechselvolle Regionalgeschichte eintauchen und wird von zahlreichen Kupfer- und Stahlstichen sowie Lithographien und zeitgenössischen Stadtansichten begleitet. 


Zudem bietet das Museum ständig wechselnde Sonderausstellungen zu kulturhistorischen Themen, aber auch zur Kunst- und Sozialgeschichte der Region.

 

 

 

 

Das LutherHaus Neustadt

 

Eines der schönsten Bürgerhäuser am Markt von Neustadt an der Orla ist das sogenannte Lutherhaus. Die Legende besagt, dass Martin Luther bei seinen Aufenthalten in Neustadt darin gewohnt haben soll, als er 1516 und 1524 in Neustadt das Augustiner-Eremitenkloster besuchte. 


Doch das Alles ist wohl nur eine Legende. 
Mit seinem steilen Dach und dem fein gestalteten Erker beherrscht das Gebäude die Ostseite des Marktes. Im Inneren finden Sie, neben mehreren Bohlenstuben, auch zahlreiche spätmittelalterliche Wandmalereien und kunsthistorische sowie architektonische Besonderheiten.  Das Gebäude ist ein seltenes Beispiel für Wohnkulturen des 16. Jahrhunderts und erhielt bereits 1490 seine heutige Gestalt und Form. 
Seit 2016 beherbergt das begehbare Schaudenkmal zahlreiche Belege zur Stadt-, Haus- und Reformationsgeschichte, teils multimedial erlebbar und in Szene gesetzt. Kinder und Entdecker können mit zahlreichen museumspädagogischen Angeboten auf Spurensuche gehen und hier spielend zu Hausforschern werden. 

Zu Fuß in historischer Kulturlandschaft


Neustadt an der Orla ist der ideale Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen in eine reizvolle und auf Grund der geologischen Vielfalt abwechslungsreiche Landschaft.

 

Nördlich der in der fruchtbaren Orlasenke gelegenen Stadt (300 m ü.d.M.) finden Sie in der Landschaft der Heide und im Thüringer Holzland ausgedehnte Wälder auf Buntsandstein.

 

Die tief eingeschnittenen Täler mit ihren Bachläufen sind meist abgeschieden und romantisch, auch in der Nähe der schmucken Dörfer mit ihren Fachwerkhäusern. Die höchsten Erhebungen sind der Pfannberg mit 428 m ü.d.M. und der Kesselberg mit 426 m ü.d.M. (Bismarckturm).

 

Die Gegend südlich der Stadt ist nicht weniger anziehend. Sie steigt auf über 500 m ü.d.M. an (Kleinaer Höhe 534 m ü.d.M.). Auf Grund der natürlichen Unterlage, verwittertem, lehmigem Kulm, ist die Landschaft auf dieser Höhe flachwellig und weniger gegliedert. Das Landschaftsbild des Dreba - Plothener Teichgebietes ist schon fast norddeutsch geprägt. In der dichter besiedelten Orlasenke dominieren landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier sorgen z.B. Feldgehölze, kleinere und größere Wasserflächen und Zechsteinriffe für Abwechslung. 

 

 

Zweirädrige Entspannung

 

Der Orla-Radweg beginnt an der Quelle der Orla bei Triptis. In seinem weiteren Verlauf führt er u.a. durch Neustadt an der Orla.

Hier fahren Sie an der ehemaligen Klosterkirche der Augustiner-Eremiten vorbei, in dem Martin Luther tätig war und dem Kloster als Visitator vorstand.

 

Weiter stadteinwärts kommen Sie zum Neustädter Markt, der durch seine Größe und Gestalt das Stadtbild prägt. Die schönsten Bauwerke am Markt sind das spätgotische Rathaus mit reichen Steinmetzarbeiten am Erker und an der Freitreppe, die gut sanierten Bürgerhäuser sowie das so genannte Lutherhaus an der Ostseite des Marktes. 

 

 

Vom Markt aus gelangt man durch die historischen Fleischbänke, eine mittelalterliche Ladenstraße der Fleischer, die in Westeuropa einmalig ist, zum Kirchplatz. Hier in der Johanniskirche erwartet Sie ein weiters Kleinod von Neustadt - ein Altar aus der Werkstatt von Lucas Cranach dem Älteren.Interessierte Besucher können sich im Tourismusamt der Stadt  zu Stadtführungen anmelden. Etwas weiter flussabwärts führt Sie der Weg durch den über 950 Jahre alten Ortsteil Neunhofen, der zu den ältesten im oberen Orlagebiet gehört. Die dortige Kirche wurde 1409 erbaut. Ein Teil der romanischen Vorgängerkirche wird heute als Sakristei genutzt.

 

Danach führt Sie der Weg durch den landschaftlich reizvollen unteren Streckenabschnitt der Orlasenke bis hin zur Mündung der Orla in die Saale bei Freienorla. Vielleicht haben Sie Lust bekommen zu einer Radwanderung auf dem Orla- Radweg mit einer Besichtigung vieler interessanter Dinge.

 

Vom Augustinerkloster zum AugustinerSaal

Die ehemalige Klosterkirche der Augustiner-Eremiten aus dem 13. Jahrhundert, in welcher auch Martin Luther tätig war und dem Kloster als Visitator vorstand ist heute „die“ Adresse, wenn es um Kultur geht. Im modernen Festsaal sind Konzertveranstaltungen keine Seltenheit. Der überregional bekannte Neustädter Musiksommer findet jährlich  hier sowie an weiteren Orten der Innenstadt statt und lockt seit einigen Jahren viele renommierte Künstler nach Neustadt. Unterschiedliche Musikgenres wie Jazz, Klassik, Rock und Chorsinfonik werden dabei bedient und lassen kaum einen Musikwunsch offen.    

 

 

Kontakt:


Touristinformation im Lutherhaus
Rodaer Straße 12
07806 Neustadt (Orla)
Telefon: 036481 85121
Internet: www.neustadtanderorla.de
E-Mail: touristinfo@neustadanderorla.de

 

© Stadtverwaltung Neustadt (Orla)

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